Leidig: Habe nicht gedopt

Beim fünften Triathlon seiner Laufbahn gelang Leidig erstmals der Sprung aufs Podium. 2h 08′ 35 auf der Olympischen Distanz beim 16. Kallinchen-Triathlon bedeuteten Platz 13 im Gesamtklassement und Platz 2 in der Altersklasse M35. Er verbesserte seine Vorjahreszeit damit um fast 10 Minuten. Das weckt Mißtrauen. Mit einmal fährt er 40 Stundenkilometer und auf der Laufstrecke waren gerade mal zwei Nachwuchsathleten, die in der Bundesliga starten, schneller als er. Was geht hier vor? Nachforschungen ergaben, daß sich Leidig vor zwei Jahren, kurz nach Beginn seiner steilen Karriere, in Valencia aufhielt, der Heimat des Skandalteams, das den spanischen Dopingskandal nicht überlebte. In diesem Jahr folgten gleich zwei Reisen von Leidigs Lebensgefährtin Petra Z. nach Spanien. Gut unterrichtete Quellen berichten, daß Trainingsprotokolle deutliche Leistungssteigerunge festhalten, jeweils kurz nach Rückkehr von Petra Z. Nur Zufall? Die Mannschaftsleitung erzählte beschwichtigend etwas von gesteigertem Trainingsumfang in der zweiten Aufbauphase. Leidig selbst war aufgrund des schlechten Wetters nicht so gesprächig wie sonst und gab nur einen Satz aus Philip Roths neuem Roman Everyman zum besten: »This is the man I have made. This is what I did to get here, and there’s nothing more to be said.«

Leidigs Betreuerteam, das beim Spreewald-Triathlon hervorragende Dienste in der Hundebetreuung geleistet hatte, war diesmal als Foto- und Videoteam eingesetzt. Dabei gelangen in etwas über drei Stunden rekordverdächtige sechs Fotos. Außerdem mehrere Kurzvideos, bei denen zumeist zu hübschen Bodenaufnahmen oder surrealen Schuhstudien Kommentare wie »Das war nix, glaub ich.« zu hören sind. Hier drei dieser Meilensteine der Sportfotografie.

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