Leidig ohne Killerinstinkt

Beim 40. Berliner Berglauf erreichte Leidig in 29:07 Minuten den fünften Platz, mit weniger als einer Minute Rückstand auf Sieger Olaf Haller war dies das bisher beste Ergebnis beim diesjährigen Berliner Läufer Cup. Die Mannschaftsleitung zeigte sich dennoch unzufrieden: »Da rennt er sechs Kilometer in der Spitzengruppe mit, hat bei beiden letzten Anstiegen die Konkurrenz wie auf dem Präsentierteller vor sich. Was passiert? Kein Angriff, nichts. Läuft bloß den fünften Platz nach Hause als wär das eine Yoga-Übung. – Dafür gibt es keinen Heimaturlaub, heute nachmittag sind nochmal eine Stunde Schwimmen und 80 Minuten Ergometer.« Schon vor dem Rennen hatte Leidig merkwürdig friedfertige Züge gezeigt und hatte beim Einlaufen zwei Schnecken von der Laufstrecke umgesetzt. Nach dem Rennen erinnerte er daran, daß dies alles Vorbereitung für dem Wettkampf am Briesensee sei, er mit Formsteigerung und Gesundheit zufrieden sei. Anschließend absolvierte er Schwimmtraining und Ergometer mit Gelassenheit und zitierte Bashô: »Im sechsten Monat / legt auf den Gipfel die Wolke / der Arashiberg.«

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