Sed libera nos a malo

Ein kleiner Schritt für Leidig, ein großer für KLTOUR. Nach einigen anonymen Auftritten im Jahr 2004 (unter anderem ein vierzehnter Platz beim 4. Berliner Schlauf des Schachclubs Lavandevil) und mehreren guten Platzierungen im Jahr 2005 hat nun beim 4. Marienfelder Herbstlauf des Polizei SV Berlin erstmals in der Geschichte der Trainings- und Wettkampfgemeinschaft KLTOUR ein für sie startender Sportler das Podium erreicht. Nach Veröffentlichung der offiziellen Ergebnislisten erreicht Leidig in der Altersklasse M35 den zweiten Platz, im Gesamtklassement bedeutete dies den neunten Rang. Leidig war zeitgleich mit Altersklassensieger Lutz Dorn vom VfL Lichtenrade ins Ziel gekommen, der ihn auf den letzten Meter überspurtet hattet. Leidig war drangeblieben, konnte aber nicht mehr vorbeiziehen. Gleichwohl ein hervorragendes Ergebnis dieser Vorbereitungssaison, die mit Leidigs Teilnahme am Friedrich-Ludwig-Jahn-Lauf Ende Oktober ausklingen wird. Auf den sich an die Veranstaltung anschließenden Feierlichkeiten dankte Leidig Gott und dem amerikanischen Trainer Joe Friel, wußte allerdings nicht, ob er ein weiteres Mal einen Satz seiner Lieblingsautorin Julie Burchill zitieren sollte: »Das Bewußtsein, am Ruder zu sitzen, war eben durch nichts zu übertreffen.« Diese Worte waren bereits gefallen, als Leidig sich die Kreuzberger Schachtrophäe »Held des Wahnsinns« gegen KLTOUR-Teamkamerad Ralf Knüfer erstritten hatte. Oder ob er diesmal etwas von der jungen kroatischen Autorin Rujana Jeger zum besten geben sollte: »Das Leben ist wie ein Darkroom… Du weißt nie, wer dich wie fickt und wen du wie fickst. Aber es ist zu aufregend, als du einfach so rausgehen könntest.« Am Ende entschied er sich für die Bibelund verkündete das neue Motto von KLTOUR, das dieser Rennstall, von dem wir noch viel erwarten dürfen, von nun an in seinen Insignien tragen wird: Matthäus 6, 13: Sed libera nos a malo.

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